Ein schönes, neues Jahr erstmal allen, die vorbeikommen. Allen, die Sorge haben, daß dieses Jahr die Welt untergeht, weil der Maya-Kalender im Jahr 2012 endet, kann ich die beruhigende Mitteilung machen, daß der Kalender, den wir bisher benützt haben, gestern endete, ohne daß die Welt untergegangen wäre.
Gestern nachmittag, damit also letztes Jahr beschäftigte ich mich mit großem Vergnügen mit 2 Adaptionen des erklärten Lieblingsbuchs aller Freunde des aufwendigen gepflegten Unfugs “The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman”, ein unvergleichliches Werk, das sämtliche Regeln der Erzählkunst mutwillig ignoriert, und deshalb eigentlich völlig ungeeignet für jegliche Art der Adaption. Dafür lädt es geradezu dazu ein, damit Blödsinn zu treiben, was Martin Rowson, Schöpfer der darauf basierenden Graphic Novel auch hemmunglos tut.
Das motivierte mich dann, die Filmfassung “A Cock and Bull Story”, die sogar noch abwegiger ist, mit ihrem Ansatz, statt der Geschichte eines Erinnerungsschreibers, der sich beim Erinnerungsschreiben zu sehr ablenken läßt, jetzt die Geschichte eines Filmteams, das sich beim Filmen zu sehr ablenken läßt, aber auch wieder völlig schlüssig, und so durchaus als geniale, wenngleich nicht werkgetreue Literaturverfilmung zu werten; Was aber werkgetreu bedeuten könnte angesichts des zugrundeliegenden Werks, kann sich ohnehin niemand vorstellen.
Dafür ist der Film sehr lustig, hat einen Gastauftritt von Stephen Fry, der natürlich das letzte Wort hat und wunderbare Kabbeleien zwischen Steve Coogan und Rob Brydon, die natürlich beide das letzte Wort haben.
Und ein Hoch auf Meister Sterne!
Ach, armer Yorick!

