Und noch eine gute Nachricht: Die Dachdecker sind da, sehr nett und effektiv, obwohl sie scheußliche Musik hören, und werden vielleicht sogar doch wie versprochen fertig, weshalb ich nun doch keinen Handwerkerbashin-Blog einrichten werde.
Natürlich schreibe ich nicht wirklich ein Tagebuch, das interessiert Sie ja gar nicht. Eher Film- oder Buchbesprechungen und das ein oder andere Fundstück aus den Abgründen der Unterhaltungsindustrie.
Das Thema ist minimal modifiziert (tags!) O von Inky und ich habe mich -danke der Nachfrage- inzwischen daran gewöhnt, daß die Tags blau sind. Unten auf der Seite gibt es eine prima sogenannte "Tagcloud" mit der Sie sich sicher wunderbar orientieren können.
Und noch eine gute Nachricht: Die Dachdecker sind da, sehr nett und effektiv, obwohl sie scheußliche Musik hören, und werden vielleicht sogar doch wie versprochen fertig, weshalb ich nun doch keinen Handwerkerbashin-Blog einrichten werde.
Tags: Haus und Garten
Über achtzigjährig kehrte der beste Kinogangster und drittbeste Tänzer der Filmgeschichte James Cagney nach einer Filmpause von 20 Jahren noch einmal auf die Leinwand zurück, um in Milos “Der Mann, der die Verfilmung von Hair ein bisschen versemmelt hat” Formans opulenter Verfilmung von E. L. Doctorows Ragtime nochmal hemmunglos alle anderen an die Wand zu spielen, darunter Eliziabeth McGovern, Donald O’Connor, Debbie Allen und Mandy Patinkin sowie einen blutjungen Samuel L. Jackson. Ragtime ist eine freie Nacherzählung von Kleists Novelle Michael Kohlhaas, die ins Amerika des frühen 20. Jahrhunderts verlegt wurde, weshalb der von Howard E. Rollins gespielte Held auch auf den schönen Namen Coalhouse hört. Wenn das Wetter und “TKTS” mitspielen, hoffen wir in zwei Wochen im Londoner Open Air Theatre die Musicalfassung davon sehen zu können, und das ist der Grund, warum ich Michael Kohlhaas als Vorbereitung fürs Musiktheater gelesen haben, falls sich das jemand gefragt haben sollte.
Quelle: doctormacro.com
Tags: Film gesehenRagtimeMilos FormanJames CagneyHoward E. RollinsElizabeth McGovernDonald O'ConnorDebbie AllenMandy PatinkinSamuel L. JacksonE. L. DoctorowHeinrich von KleistMichael KohlhaasLondon
Quelle: moviegoods.com
Tags: Film gesehenRagtimeMilos FormanJames CagneyHoward E. Rollins
Angela Lansbury in The Harvey Girls (1945)
Angela und Judy waren bzw. sind zu so unterschiedlichen Zeiten große Musicalstars, daß es irgendwie seltsam ist, sie zusammen zu sehen, hier durfte Angela noch nicht mal selber singen, dafür hat sie hübsche Kleidchen und am Schluß doch noch ein goldenes Herz, wie es sich gehört. Judy verkörpert die Zivilisation, bekommt die größte Musiknummer aller Zeiten, Ray Bolger steppt, Virginia O’Brien macht Quatsch und Cyd Charisse erscheint nicht im Vorspann. Damals war noch alles gut.
(via allrightmrdemille)
Quelle: stardustmelody
Tags: Film gesehenThe Harvey GirlsAngela LansburyJudy GarlandlustigMusicalRay BolgerVirginia O'Brien
Virginia O’Brian, Judy Garland, and Cyd Charisse in The Harvey Girls
(via vintage-lullaby)
Quelle: doctormacro.com
Tags: The Harvey GirlsVirginia O'BrianJudy GarlandCyd Charisse
Ich war wahrscheinlich der Letzte, der den Film noch nicht gesehen hatte. Meister Polanski, sonst Gruselexperte, erzählt die wahre aber sehr unwahrscheinliche Geschichte wie der Warschauer Pianisten Wladyslaw Szpielman das Ghetto und den Krieg überlebte, sehr sachlich und unbeteiligt, und zeigt vielleicht gerade genau damit das wahre Grauen.
Quelle: altfg.com
Weil sie sich ganz vorne auf dem USB-Stick im Bade befinden, avancierten die bekanntesten Werke des russischen Komponistes Alexander Borodin (1833-1878), bequemlichkeitshalber zu unserer bevorzugten Badewannenmusik. Borodin erhielt 1954 reichlich posthum einen Tony für “Kismet”, eine Musicalbearbeitung eines beliebten und gerne, zuletzt 10 Jahre zuvor besonders hübsch mit Marlene Dietrich und Ronald Colman verfilmten Tausenduneinenacht-Stoffes, die sich hemmunglos in seinem Oevre bediente, welche wiederum von Vincente Minnelli zwar unter Protest aber doch schön bunt und vergnüglich und mit reichlich Tand, Armreifen und Glasperlen (das klingt auf englisch besser) verfilmt wurde. Das Vergnügen bereiten vor allem Howard Keel und Dolores Gray, während Ann Blyth und Vic Damone etwas zuviel Zeit mit etwas zu hohen und gefühlbetonten Gesängen verbringen, darunter ein außerordentlich eingängiges Motiv aus den Polowetzer Tänzen aus der Oper “Fürt Igor”. Das, denke ich dann oft in der Wanne, solten wir dringend einmal wieder anschauen, und nun war es wieder so weit.
Quelle: tvfoodanddrink.com
Tags: Dolores GrayFilm gesehenHoward KeelKismetVincente MinnelliAnn BlythVic Damone
Stavisky (1974) - Directed by Alain Resnais
Gleich nochmal Stephen Sondheim, der die Musik schrieb, gleich nochmal Charles Boyer, der nun auch endlich französisch sprechen darf. Dazu Jean-Paul Belmodo und die bildschöne Anny Duperey. Alain Resnais erzählt für seine Verhältnisse relativ gradlinig und in opulenten Bildern eine “wahre Geschichte” von Finanzbetrug, Macht, Korruption, Antisemitismus, Hochstaplerei und womöglich Mord, geht aber nicht so weit, sie aufzulösen.
Quelle: cinemagreats
Tags: Film gesehenStaviskyAlain ResnaisJean-Paul BelmondoAnny DupereyCharles BoyerStephen Sondheim
Recht dicht unter der Oberfläche von Stephen Sondheim und George Furths Musical “Company” verbirgt sich eine Nummernrevue mit Chansons und Sketchen über die Ehe, was dazu führt, daß es in dieser Version mit dem charmanten Raúl Esparza, garnicht so besondernders irritierend ist, daß die Schauspieler auch gleichzeitig als Orchester fungieren, wie schon in Regisseur John Doyles vorhergehendem genialem “Sweeney Todd”. Da war es noch irritierender, aber vielleicht gewöhnt man sich ja auch einfach dran. Jedenfalls ist ein schönes Konzept.
Quelle: northwestern.edu
Und wieder haben wir eine Fernsehserie beendet, wahrscheinlich die genialste aller Zeiten, die legendäre britische Krimireihe “Cracker” mit Robbie Coltrane, hierzulande bekannt als “Für alle Fälle Fitz”. Da wird es “Dexter” schwer haben.
Quelle: spoilertv.co.uk
Jon Tuska, Autor der ansonsten unwahrscheinlich brauchbaren Citadel-Press-Veröffentlichung “The Films of Mae West” schreibt über “Go West Young Man”, es sei Maes schwächster Film aus den 30ern, überlang und gelegentlich etwas langweilig. Ich finde eigentlich, es ist der netteste, Mae sieht entzückender aus je, hat eine sympathische Rolle als nur ein ganz klein wenig zickige Filmdiva, es gibt eine Garbo- und eine Dietrich-Parodie, er geht fast als Screwball-Comedy durch (für ihre Verhältnisse) und außerdem greift Tobis “Randolph Scott is hot”-Reim. Erschwerend hinzu kommt, daß dies der erste Mae-West-Film ist, den ich jemals sah, ein Jüngling noch an Jahren, und ich habe eine deutliche Erinnerung, daß ich bei der Szene, in der Mae sich lasziv im Heu räkelt und den sich zierenden Randolph beinahe soweit hat, als plötzlich alle Kinder des Dorfes vorbeikommen, um um Autogramme zu bitten, vor Lachen vom Sofa gefallen bin. Und wie kann ein Film mit 82 Minuten überhaupt überlang sein?
Desungeachtet folgt für das Mae-West-Projekt nun eine kleine Durststrecke.
Quelle: zontarmag.blogspot.de
“The Brothers Grimm”, einer der weniger gelungen Filme von Terry Gilliam. Eine elegantere Lösung für “viele Märchen gleichzeitig” bieten Stephen Sondhein und James Lapine mit ihrem Musical “Into the Woods”, dort sind sie kunstvoll verwoben. Hier sind sie wild durcheinandergeworfen, so verquer, da hilft nicht mal mehr Jonathan Pryce.
Quelle: ferdyonfilms.com
Tags: Film gesehenThe Brothers GrimmTerry GilliamMatt DamonHeath LedgerStephen SondheimJonathan Pryce

Dies war keine gute Woche zum Internettagebuchschreiben, eher für opulente 50sten-Geburtstagsessen und das obwohl das Geburtstagskind erst 44 wurde, 
den Besuch der gefeierten Turner-Ausstellung “Wir hängen noch ein paar dieser unbedarften Monets und Twomblys daneben. Obwohl Blumen kann Monet schön” oder um sich (was die Woche nun auch nicht wirklich verbesserte) über unzuverlässige Dachdecker zu ereifern, die nun nächste Woche hoffentlich wirklich kommen, ansonsten widme ich das hier kurzerhand zum Handwerkerbashing-Blog um, bis dahin aber will ich wenigstens noch die schon recht weit zurückreichende und ziemlich lange Noch-zu erwähnen-Liste abarbeiten:
Von den gelesenen Büchern dienten drei der Vorbereitung auf geplante Musiktheaterbesuche:
Ein Roman in Versen, das ist immer etwas anstrengend, aber wenn schon Verse dann diese (oder Wieland, muß ich mich natürlich gleich korrigieren). Die Geschichte ist natürlich tragisch, es ist trotzdem ganz lustig zu lesen, weil sich der Autor unerwarteterweise manchmal in den Vordegrund drängelt.

Englischer Kinderbuchklassiker, frisch vermusicalt, herzig, aber möglichweise mit ein Auslöser für die grassierende “Mein Kind ist hochbegabt”-Hysterie.
Hier ist der Musiktheaterbezug etwas komplizierter, das erkläre ich Ihnen dann zur gegebenen Zeit. Wenn Sie sonst irgendetwas darüber wissen wollen, fragen Sie einfach irgendeinen Schüler, der gerade vorbeikommt.
Sowie etwas aus Pflichtbewußtsein:
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was mir dann gar nicht so schlecht gefallen hat, aber “gar nicht so schlecht” ist natürlich auch nicht das allerbrillanteste Verkaufsargument, wenn Sie was über Einsamkeit, Melancholie und Gegenden, in den man gut Kometen beobachten kann suchen, ist es genau das richtige.
Quelle: buchkatalog.de
Tags: Aleksandr PuschkinAustellung besuchtBuch gelesenClaude MonetCy TwomblyDie KometenjägerHeinrich von KleistJewgeni OneginMarc DeckertMatildaMichael KohlhaasRoald DahlWilliam Turneraktuelle Photos
Quelle: bobster855
Bei der Fraum im Mond handelt es sich um die liebreizende Gerda Maurus, die ihre Zeit dort allerdings immerhin mit Willy Fritsch verbringen darf, was nicht das schlechteste ist. Wie es dazu kam, erzählt uns Fritz Lang in diesem frühen streng wissenschaftlichen “Heute lacht ihr, aber eines Tages werdet ihr schon sehen….” Science Fiction-Abenteuer komplett mit Eifersuchtsdrama, Fritz Rasp als Schurken und der obligatorischen Geheimorganisation, die sich netterweise hier” Fünf Gehirne und Scheckbücher” nennt, das so überzeugend geraten ist, daß einen der Verdacht beschleicht, die späteren echten Mondraketenkonstrukteure haben sich den Film angeschaut, um herauszufinden, wie das alles aussehen muß. Es gibt sogar einen Countdown. Da kann man über kleine Ausrutscher wie “Auf der Rückseite des Mondes des Mondes gibt es eine Atmosphäre” leicht hinwegsehen
Quelle: faculty.etsu.edu
Tags: Film gesehenFrau im MondFritz LangGerda MaurusWilly FritschFritz Rasp